Donnerstag, 21. Juli 2016

2 Tage in der Blockhütte

Ja dadurch, dass hier so viele Kinder sind, haben wir uns erlaubt die 3 Tage auf dem Campingplatz etwas relaxter anzugehen. Sprich keine Autoausflüge, sondern nur die Gegend per pedes erkunden und #PWA mal richtig mit den anderen Kinners rumtoben zu lassen. Der genießt das auch sehr. Sprachbarrieren scheint es da irgendwie nicht zu geben. Wir haben uns auch mit einer sehr sympathischen Schweizer Familie aus Zürich angefreundet. 
Am Dienstag sind wir zum Meer, Strand kann man das nicht nennen, weil alles voller Steine & erkalteter Lavafelsen. Aber schön für #PWA zum klettern😃💪🏽 Da gerade Ebbe war, lagen überall Algen & andere Wasserpflanzen rum, was das alles sehr glitschig machte. Heimtückisch auch, wenn sich unter den Algen kein Stein sondern Wasser, oder besser Brühe/Sotte befindet. Ich bin natürlich volle pulle in so ein Stinkefettnäpfchen reingelatscht. Schuh & Strumpf haben seither einen widerlichen vergorenen Algen-Essig-Geruch. Na lecker!
Wir sind dann östlich Richtung Þorlákshöfn gewandert, mal über die Steine, mal über die gleich angrenzenden Weiden, zum hiesigen orangenen Leuchtturm. Der war sogar offen und man konnte bis hoch in die Etage klettern, wo die mächtige Lampe ist. Wieder zurück gab es abermals die obligatorischen Vögelattacken und der Papa durfte eine Gemüsesuppe aus unseren übrigen Konserven kochen. Die 2,5l sind gut weg gegangen. Flatulenzen dann aber auch 😱
Gestern ging es dann westlich zur Seefahrerkirche bzw. Strandkirche Strandarkirkja, die von Überlebenden einer Schiffshavarie als Dank errichtet wurde. Die Wandergruppe bestand aus den Schweizern, den beiden Host-Kindern Ole & Agnar (so wird der wohl richtig geschrieben) und uns Dreien. Ole, Agnar & Schweizer Juri immer vorneweg, die als erste bei der Kirche ankamen und runter zum Wasser gingen. Dort veranstalteten die drei Schlammrutschen & Algenschlacht. Haha, die sahen aus wie die Schweine. #PWA wollte dann auch dazu stoßen, war aber zum Glück zu langsam. Puh😓, Glück gehabt ...
Auf dem Weg zur Kirche waren übrigens die Vögel noch aufgeregter als sonst, der Grund ließ sich auch schnell finden. Überall hüpften die kleinen Küken rum, die wahrscheinlich gerade flügge geworden waren. Die armen Eltern waren sicher kurz vorm Herzkasper ...
An der Kirche gab es noch eine längere Landzunge ins Meer, an deren Ende wir dank des Schweizer Fernglases jede Menge dicke fette Robben oder Seehunde entdeckten, die sich da an Land rumaalten. 
Außerdem gab es auf dem Weg und auch bei der Kirche diese kleinen Elfenhäuschen. Ist schon erstaunlich, dass das so nah beieinander existieren darf. 
Wieder zurück gab es Lagerfeuer mit Würstchen & Kartoffeln am Spieß bis der Regen doch zu anstrengend wurde und wir uns alle in unsere statischen & nichtstatischen Behausungen zurückzogen. Laptop-Kino mit "Dr. Proctors Pupspulver" für die Kinder, ein paar Runden Kinder-MauMau zwischen #PWA & Papa (der Junge wird immer besser!!!) und dann ab in die Kiste. 
Heute geht's weiter in unser letztes Domizil, eine 430km lange Fahrt an die Nordküste nach Akureyri, Islands zweitgrößte Stadt …

Danke für die Aufmerksamkeit, Euer #PWA! (Nach Diktat verreist)

PS: Bilder gibt's in Akureyri, da haben wir WLAN. 























Dienstag, 19. Juli 2016

Angekommen in Þorlákshöfn

Gestern haben wir Hafnarfjörður verlassen und eine Autofahrtstunde in Richtung Südküste umgezogen. Im Vorfeld wussten wir nur Blockhütte auf Campingplatz und jede Menge gute Kritiken auf dem Airbnb- Profil von "Superhost" Gudmundur. 
Und hier ist es bildschön isländisch! Mitten im nirgendwo, direkt an der Küste und ca. 12km vom nächsten "Städtchen" Þórlakshöfn entfernt. 
Wir sind sofort von "Gummi" (Gudmundur's Spitzname) und seiner Frau herzlich empfangen worden. Guðrún's Mutter hat übrigens deutsche Wurzeln und kommt aus Holstein. #PWA sofort von Sohn Agnasch (keine Ahnung, wie der richtig geschrieben wird) entführt worden: "Follow me, let's play!" 😃 und so ging das den ganzen Tag! Der andere Sohn musste seinem Vater bei der Arbeit helfen. 
Wow, Zeit für die Eltern! So was gibt's auch noch? Das Wetter war gestern auch noch der Kracher, den ganzen Tag Sonne und für Island-Verhältnisse richtig warm. Ich war zwischendurch mal kurz in Þorlákshöfn was einkaufen und da lag da eine Frau im Bikini vor ihrem Haus im Liegestuhl zum Sonnen. 
Dazu kam dann noch eine Schweizer Familie mit 2 Kindern und weg war'nse. 
Auf dem Hof, wenn man das so nennen kann, stehen auch jede Menge Autowracks, was natürlich auch für die Stadtkinder ordentlich Action gibt. 
Dazu noch Kühe, Schafe, Gänse und ein Haufen Möwen und Seeschwalben, die sehr aggressiv reagieren, wenn man in die Nähe der Nester kommt. Hitchcock's "Die Vögel" in real! Man sollte immer ein Stock oder Regenschirm dabei haben und den bei ner Attacke in die Höhe halten, weil die wohl immer nur den höchsten Punkt angreifen. 
Alles sehr sehr sehr cool und entspannt. Abends dann noch Lagerfeuer mit Kartoffel am Spieß und ein paar "Starkbier", herrlichst!
Schlafen ging auch super, sowie Frühstück auf der Terrasse, alles top!

Danke für die Aufmerksamkeit, Euer #PWA! (Nach Diktat verreist)

PS: Bilder müssen leider wieder später folgen ... 
Hier gibt's übrigens einen Wegweiser mit "Munich 2661km", "Tokyo 8852km" etc. Und auch "free WiFi 50km" 😅







Montag, 18. Juli 2016

Kein Fischmarkt aber Pikknikktónleikaröð mit Myrra Rós

Ha, heute morgen ist es wieder passiert. Hatte ich eigentlich vergessen letztens zu erwähnen, Heiða hat nen Rauchmelder im Flur, der schon los geht, wenn man die Backofentür nach dem Brötchen aufbacken öffnet. Ist zwar ne offene Küche, aber bestimmt mindestens 7m voneinander entfernt. Das Ding nervt! Was geht denn, wenn man mal was richtig brät? Fliegt das Ding auseinander oder was? Na ich hab erstmal die Batterie abgeklemmt. Hoffentlich vergessen wir nicht, das morgen wieder rückgängig zu machen, heute ist doch unser letzter Tag in Hafnarfjörður gewesen. Morgen geht's weiter für 3 Nächte nach Þorlákshöfn an die Südküste. 
Genau das hab ich heute Vormittag auch Myrra Rós geschrieben, die uns ja eigentlich ursprünglich nach Island eingeladen hatte, was dann aber leider doch nicht klappte, weil ihr Haus immer noch nicht fertig ist. Und das ist vielleicht ne halbe Stunde von Þorlákshöfn entfernt.  Na auf jeden Fall schrieb sie zurück, dass sie heute Nachmittag ein Gratis-Konzert in Reykjavik gibt und wir doch vorbei kommen könnten. Na gerne doch!
Am Vormittag sind wir aber erstmal nach Hafnarfjörður rein, um uns den sonntäglichen Fischmarkt anzuschauen, wir aber feststellen sollten, gibt's gar nicht. Ich hab extra ein paar Leute auf der Straße gefragt, keiner wusste was. Bin dann in dieses Pallett-Café zum nachfragen rein, der wusste aber auch nichts. Der Typ war mir aber auf Anhieb so sympathisch, dass ich den Rest der Familie gleich dazu holte, um da Kaffee & Kakao zu schlürfen. Außerdem gabs da WLAN, deshalb konnte ich auch die Bilder endlich hochladen. Der Laden war wie ein riesiges Wohnzimmer eingerichtet, inkl. Kinderspielecke und Bücher- sowie Plattenregale. Mit #PWA haben wir uns dann die isländischen Bilderbuch-Varianten von Robinson Crusoe & Die Schatzinsel angeschaut und die Geschichten aus dem Gedächtnis mit Hilfe der Illustrationen wiedergegeben. 
Am Nachmittag sind wir dann rüber nach Reykjavik zum sogenannten Picnic-Concert im Nordic House, einem Kulturzentrum nahe der Universität. 
Daneben war ein Ausläufer von diesem innerstädtischen Pond-See mit unglaublich vielen Vögeln, Schwalben, Enten, Gänsen, Möwen und was weiß ich nicht noch alles, die dort alles zugekackert haben. Das Konzert fand nicht direkt im Kulturzentrum statt, sondern in einem Glashaus nebenan. Nach herzlicher Begrüßung fragte ich sie, wieviel Leute sie erwarte, weil das hier doch recht klein ist. Vielleicht 8x10m schätz ich mal. Es füllte sich auch sehr schnell und die selbe Menge musste draußen Platz nehmen. Reinschauen ist ja bei nem Glashaus kein Problem, die Musik ist, denk ich mal, auch bis nach außen gedrungen. War leider nur sehr kurz, vielleicht 40 min., #PWA hat aber doch erwartungsgemäß nicht lange durchgehalten. Ich fands schön, war eine interessante Erfahrung, irgendwie Open Air, aber eigentlich doch nicht. Wenigstens konnten uns die Vögel nicht voll kacken. Nach dem Auftritt noch ein paar Worte gewechselt, Myrra musste aber dann bald weiter, hat mir aber noch einen limitierten Kunstdruck vom Motiv ihres aktuellen Albumcovers geschenkt. Ich glaube ihr war das sehr unangenehm, dass das mit der Einladung in ihr Haus nicht so geklappt hat, was ich jetzt gar nicht mehr so tragisch finde, wie damals, als sie es mir schrieb. So kommen wir viel mehr rum und sind nicht nur an ein Ort gebunden. Na sei es drum, wenigstens ein Konzert mit ihr in Island gesehen. 
Danach dann zum letzten Mal heim nach Hafnarfjörður, Sachen packen und langsam Heiðas Bude wieder in den Urzustand bringen. 

Danke für die Aufmerksamkeit, Euer #PWA! (Nach Diktat verreist)

PS: Fotos wie immer später😔





Sonntag, 17. Juli 2016

Fotooooooos!

Sitzen gerade in einem netten Café mit WLAN! Hab die Gunst genutzt & die Fotos in die Posts geladen. 

Viel Spaß & Grüße aus dem Pallett-Café in Hafnarfjörður 😃☕️

Vínbúðin Smáralind & Reykjadalur Hveragerði

Nach der etwas größeren Tour gestern wollten wir es heute etwas relaxter angehen. Ich hatte Heiða gefragt, was denn ihr favourite Hotspot in Sachen heiße Thermalquellen so sind und sie schrieb mir zurück, dass sie gern nach Reykjadalur in Hveragerði fährt. Ist ne halbe Stunde weg und dann nochmal ne halbe Stunde einen Berg hoch. Klang spaßig und im Training waren wir ja sowieso. 
Vorher wollte ich endlich mal so einen staatlich anerkannten Alkoholshop Vínbúðin anschauen, was die da so für Preise fahren. Adresse gegoogelt, ins Navi eingetippt und hingedüst. So standen wir vor dem großen Shopping-Center Smáralind, was damit wirbt, das größte in Island zu sein. Da hab ich jetzt die Mall of America (Minneapolis, größte der Welt), Mall of Asia (Osaka, größte Asiens) und jetzt auch die größte von Island durch. Was für ein trauriger Rekord ... 
Nach 2x Nachfragen bei verdutzten Isländern, auch gleich gefunden. ("Was ist das denn für eine Alkoholikerfamilie?" - Ich hab mal irgendwo gelesen, dass wenn man mehr als 2 Bier trinkt, hier man als Alkoholiker gilt. Und das, wo hier jeder 3. seinen eigenen Schnaps brennt 😳.)
Das billigste Bier, was ich gefunden hab, war eine Dose 0,33l 'Polar Beer' ("StarkÖl" mit 4,5‰ steht drauf!!!) für 199 Kronen, das dürfte so knapp 1,50€ sein. Dann zB 'Viking Lite' mit 5,2‰ schon für 249 Kr, das wären dann schon ca. 1,85€ für 0,33l. Im Laden, nicht inner Kneipe! 0,5l-Dosen gibt's natürlich auch, da hab ich mir je eine 'Viking Gylltur' für 389 Kr. (2,90€) & 'Egils Gull' 359 Kr. (2,70€) geleistet. Das teuerste, was ich mir mitgenommen hab, war 'Ástríkur Strong Gold' 0,33l-Flasche mit 8,5‰ für unglaubliche 696 Kr., das sind 5,15€ …
Wein hat auch so seinen Preis, 0,2l-Flasche 'Gato Negro Sauvignon' für 410 Kr, um die 3€. Aber die Dame, die ich nach dem besten isländischen Bier gefragt hab, hatte erst gelächelt, war dann aber sehr zuvorkommend und ist in ihrem Job richtig aufgeblüht. Als Janine sich die Weinchen ausgesucht hat, hab ich mir mit #PWA die vielen bunten verschiedenen Bieretiketten angeschaut. Es gab natürlich neben Beck's, Carlsberg & Co. auch viele unbekannte ausländische Biere. Zum entsprechenden Preis natürlich ...
Nach dem Ausflug in die isländische Prohibition durfte #PWA zum ersten Mal in seinem Leben in seinen Tempel: das Shopping-Center verfügte natürlich über einen LEGO-Store. Da ist aber einer ausgeflippt, wie vom Gummibärchen-Saft getrunken, nur noch rumgehüpft. Information Overkill! Er durfte sich einen brandneuen Nexo-Night-Krieger aussuchen und war damit erstmal glücklich. Dass er ihn an Ort und Stelle zusammenbauen wollte, brauch ich ja nicht zu erwähnen. 

Es ging aber weiter, wir wollten doch nach Reykjadalur. Ich hatte Heiða gebeten, einen Hotspot zu nennen, der nicht zu teuer und auch nicht so überlaufen ist. Ersteres wurde top erfüllt, nämlich gar nichts gekostet, zweitens leider nicht so. Als ich von weitem eine lange Autoschlange entdeckte, schwante mir böses. Und tatsächlich lotste uns das Navi genau dahin. Zum Glück wollte gerade eine Truppe rüstiger Senioren wegfahren, da hab ich mir doch gleich den sehr startpunktnahen Parkplatz geschnappt. Die Mama zog trotzdem nen Flunsch, weil sie sich nicht vor so Haufen Leuten umziehen wollte. Wir sollen ruhig rein gehen, sie hält die Füße ins Wasser. Der Aufstieg war dann doch etwas anders als gestern, da viel mehr Gegenverkehr und auch Mitläufer vorhanden waren, gestern ja gar niemand!
Aber die Aussichten waren wieder grandios, das lässt sich einfach kaum in Worte fassen. Zumal man solche Landschaften überhaupt nicht gewohnt ist, kommt das noch viel unwirklicher vor. Nach einigem Hoch, Runter, an Schafen, Schlammvulkanen, heißen Quellen und auch viel Grün vorbei waren wir dann endlich am Ziel. Man muss sich einen Bach vorstellen, der an mehreren Stellen gestaut ist, so dass jeweils 'Private Pools' entstehen. Ich schätze mal, das waren so an die 20, je höher um so heißer. Und da auch nicht alle ins Wasser gehen, waren die gar nicht mal so schlimm gefüllt, wie wir befürchtet hatten und so bekamen wir einen Familien-Pool ganz für uns allein. Bei geschätzten 40°C Wasser- & ca 12°C Luft-Temperatur ließ sich das wunderbar aushalten. Naturpools mitten im Grünen sind der Hit! Das ließ sich auch Janine nicht nehmen, als sie ihre Jungs sich im Wasser aalen sah, zog sich geschwind in alter Ferienlager-Freibad-Manier unterm Handtuch um und stieg ebenfalls in unseren Familienpool. GROSSARTIG! Hat sich wieder einmal voll gelohnt. 
Abstieg war dann recht unspektakulär. Achso, da sind auch ein paar verrückte mit ihren Fahrrädern hoch, Vollmeise! Da sind echt ein paar echt enge & hohe stellen dabei, da hab ich schon als Fußi mit den Ohren geschlackert. Na ok, ich hab ja ich Höhenangst. 
So Schluss jetzt mit der Tipperei, ich muss noch Getränke testen. 

Danke für die Aufmerksamkeit, Euer #PWA! (Nach Diktat verreist)

PS: Bilder müssen leider wieder später folgen ... Ok eins gibt's 😉















Samstag, 16. Juli 2016

The Golden Circle: Þingvellir, Geysir, Gullfoss, Nesjavellir

Wow, das war der Hammer, ein ganz schöner Ritt zwar, bestimmt 300 km rumgefahren und auch viel gelaufen, aber hat sich wieder gelohnt!
Landschaftlich war das heute viel grüner und nicht so steinig, mondig wie bisher. Wir haben sogar mehrere Bäume an einem Ort gesehen, das grenzte schon fast an ein Wäldchen🌲🌲🌲!
Aber der Reihe nach. Wir sind nach dem Frühstück so gegen 10 Uhr aufgebrochen und Richtung Þingvellir gefahren. Unterwegs bei einem der vielen Seen gehalten und #PWA's neuem Hobby Steineflitschen gefröhnt. Außerdem noch schnell so'n Steinestapel gebaut und weiter gings. 
In Þingvellir ausgestiegen und erstmal gewundert, weil Leute da, aber nix zu sehen außer dem Þingvallatn, dem größten natürlichen See Islands. Aber es ging dann abwärts in ein Canyon, die Schlucht Almannagjá, deren Seiten sich tektonisch jeweils langsam auf Europa und Amerika hinzubewegen. Außerdem ist das wohl die Wiege der isländischen Besiedlung, da dort die ersten Things aller Isländer stattfanden. Vor über 1000 Jahren ... Sa schon beeindruckend aus in der Schlucht zu stehen und der blaue Þingvallatn im Hintergrund. 
Wieder rausgeklettert hat uns der Mazda zu den Geysiren gefahren. Auch das ein Naturschauspiel der allerersten Klasse! Natürlich mit dem obligatorischen Schwefelgeruch. #PWA: "Iiiiiiih, das stinkt ja wie faule Eier!"😳 Aber als der noch aktive "Strokkur"-Geysir seine beeindruckenden Fontänen ausspuckte, ist er jedes Mal kräftig zusammengezuckt und war danach immer hellauf begeistert. Der eigentliche große Geysir daneben, nach dem alle weltweiten Phänomene benannt worden, macht außer blubbern gar nix mehr. 
Next Stop: Gullfoss! Ich war ja noch nie bei einem richtig großen Wasserfall, nicht mal Niagarafälle. Nur Trusetal, aber da kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Auf jeden Fall, ich war geflasht, von so viel Kraft, Schönheit und Größe! Wenn da nicht so viele Touris rumrennen würden, könnt ich mir das den ganzen Tag reinziehen. Jetzt weiß ich auch, warum in den asiatischen Restaurants immer diese Wasserfall-Bilder hängen💦Im Hintergrund kann man übrigens schon den Langjökull-Gletscher sehen. 
Die letzte Etappe sollte uns nochmal an den Þingvallatn führen. War es zuerst die Nordseite, fuhren wir jetzt an den südlichen Zipfel, Nesjavellir. 
Auch hier wussten wir erstmal gar nicht, was es hier zu sehen gibt. Außer dem Thermalkraftwerk und sicherlich schöne (rauchende) Berge und dem See war hier nix. Bis wir dann mitten im Nichts einen Wegweiser entdeckten inklusive Trampelpfad, der sich als Wanderweg entpuppte. Ok, wir Latschen da einfach mal lang, mal schauen was so kommt. Es ging erstmal bergauf, einen Gipfel nehmen wir mit, dann wieder runter dachten wir. Falsch gedacht, nach einem folgte der nächste und nächste und nächste und #PWA nahm das alles mit wie Luis Trenker in seinen besten Jahren. Ihm hat das richtig Spaß gemacht! Als Belohnung gab es imposante Ausblicke in die Umgebung, das Tal, die teils mit Schnee bedeckten Nachbarberge sowie natürlich dem Þingvallatn-See. Gaaaaaanz großes Kino! Das Kraftwerk hat den Anblick aber irgendwie gestört. Beim Abstieg gab es nochmal heiße Quellen mit liebevollem Schwefelduft. Herrlich! Einziges Manko: ein Haufen Insekten, vor allem kleine Fliegen und auch kleine Falter, die dauernd um einen rumfliegen und auch gerne die eine oder andere mögliche Körperöffnung mitnehmen. Aber ging schon. 
Außerdem Schafe! Die waren heute überall zu sehen. Links, rechts und mehrmals auch auf der Straße, was bei der kurvenreichen Piste mir des öfteren einen krassen Adrenalinschub in den Kreislauf gezaubert hat, wenn die gemächlichen Wollknäuel sich hinter einer Biegung über die Straße gewackelt sind. 
Großartiger Tag!

Danke für die Aufmerksamkeit, Euer #PWA! (Nach Diktat verreist)

PS: Bilder müssen leider wieder später folgen ...