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Dienstag, 19. Juli 2016

Angekommen in Þorlákshöfn

Gestern haben wir Hafnarfjörður verlassen und eine Autofahrtstunde in Richtung Südküste umgezogen. Im Vorfeld wussten wir nur Blockhütte auf Campingplatz und jede Menge gute Kritiken auf dem Airbnb- Profil von "Superhost" Gudmundur. 
Und hier ist es bildschön isländisch! Mitten im nirgendwo, direkt an der Küste und ca. 12km vom nächsten "Städtchen" Þórlakshöfn entfernt. 
Wir sind sofort von "Gummi" (Gudmundur's Spitzname) und seiner Frau herzlich empfangen worden. Guðrún's Mutter hat übrigens deutsche Wurzeln und kommt aus Holstein. #PWA sofort von Sohn Agnasch (keine Ahnung, wie der richtig geschrieben wird) entführt worden: "Follow me, let's play!" 😃 und so ging das den ganzen Tag! Der andere Sohn musste seinem Vater bei der Arbeit helfen. 
Wow, Zeit für die Eltern! So was gibt's auch noch? Das Wetter war gestern auch noch der Kracher, den ganzen Tag Sonne und für Island-Verhältnisse richtig warm. Ich war zwischendurch mal kurz in Þorlákshöfn was einkaufen und da lag da eine Frau im Bikini vor ihrem Haus im Liegestuhl zum Sonnen. 
Dazu kam dann noch eine Schweizer Familie mit 2 Kindern und weg war'nse. 
Auf dem Hof, wenn man das so nennen kann, stehen auch jede Menge Autowracks, was natürlich auch für die Stadtkinder ordentlich Action gibt. 
Dazu noch Kühe, Schafe, Gänse und ein Haufen Möwen und Seeschwalben, die sehr aggressiv reagieren, wenn man in die Nähe der Nester kommt. Hitchcock's "Die Vögel" in real! Man sollte immer ein Stock oder Regenschirm dabei haben und den bei ner Attacke in die Höhe halten, weil die wohl immer nur den höchsten Punkt angreifen. 
Alles sehr sehr sehr cool und entspannt. Abends dann noch Lagerfeuer mit Kartoffel am Spieß und ein paar "Starkbier", herrlichst!
Schlafen ging auch super, sowie Frühstück auf der Terrasse, alles top!

Danke für die Aufmerksamkeit, Euer #PWA! (Nach Diktat verreist)

PS: Bilder müssen leider wieder später folgen ... 
Hier gibt's übrigens einen Wegweiser mit "Munich 2661km", "Tokyo 8852km" etc. Und auch "free WiFi 50km" 😅







Montag, 18. Juli 2016

Kein Fischmarkt aber Pikknikktónleikaröð mit Myrra Rós

Ha, heute morgen ist es wieder passiert. Hatte ich eigentlich vergessen letztens zu erwähnen, Heiða hat nen Rauchmelder im Flur, der schon los geht, wenn man die Backofentür nach dem Brötchen aufbacken öffnet. Ist zwar ne offene Küche, aber bestimmt mindestens 7m voneinander entfernt. Das Ding nervt! Was geht denn, wenn man mal was richtig brät? Fliegt das Ding auseinander oder was? Na ich hab erstmal die Batterie abgeklemmt. Hoffentlich vergessen wir nicht, das morgen wieder rückgängig zu machen, heute ist doch unser letzter Tag in Hafnarfjörður gewesen. Morgen geht's weiter für 3 Nächte nach Þorlákshöfn an die Südküste. 
Genau das hab ich heute Vormittag auch Myrra Rós geschrieben, die uns ja eigentlich ursprünglich nach Island eingeladen hatte, was dann aber leider doch nicht klappte, weil ihr Haus immer noch nicht fertig ist. Und das ist vielleicht ne halbe Stunde von Þorlákshöfn entfernt.  Na auf jeden Fall schrieb sie zurück, dass sie heute Nachmittag ein Gratis-Konzert in Reykjavik gibt und wir doch vorbei kommen könnten. Na gerne doch!
Am Vormittag sind wir aber erstmal nach Hafnarfjörður rein, um uns den sonntäglichen Fischmarkt anzuschauen, wir aber feststellen sollten, gibt's gar nicht. Ich hab extra ein paar Leute auf der Straße gefragt, keiner wusste was. Bin dann in dieses Pallett-Café zum nachfragen rein, der wusste aber auch nichts. Der Typ war mir aber auf Anhieb so sympathisch, dass ich den Rest der Familie gleich dazu holte, um da Kaffee & Kakao zu schlürfen. Außerdem gabs da WLAN, deshalb konnte ich auch die Bilder endlich hochladen. Der Laden war wie ein riesiges Wohnzimmer eingerichtet, inkl. Kinderspielecke und Bücher- sowie Plattenregale. Mit #PWA haben wir uns dann die isländischen Bilderbuch-Varianten von Robinson Crusoe & Die Schatzinsel angeschaut und die Geschichten aus dem Gedächtnis mit Hilfe der Illustrationen wiedergegeben. 
Am Nachmittag sind wir dann rüber nach Reykjavik zum sogenannten Picnic-Concert im Nordic House, einem Kulturzentrum nahe der Universität. 
Daneben war ein Ausläufer von diesem innerstädtischen Pond-See mit unglaublich vielen Vögeln, Schwalben, Enten, Gänsen, Möwen und was weiß ich nicht noch alles, die dort alles zugekackert haben. Das Konzert fand nicht direkt im Kulturzentrum statt, sondern in einem Glashaus nebenan. Nach herzlicher Begrüßung fragte ich sie, wieviel Leute sie erwarte, weil das hier doch recht klein ist. Vielleicht 8x10m schätz ich mal. Es füllte sich auch sehr schnell und die selbe Menge musste draußen Platz nehmen. Reinschauen ist ja bei nem Glashaus kein Problem, die Musik ist, denk ich mal, auch bis nach außen gedrungen. War leider nur sehr kurz, vielleicht 40 min., #PWA hat aber doch erwartungsgemäß nicht lange durchgehalten. Ich fands schön, war eine interessante Erfahrung, irgendwie Open Air, aber eigentlich doch nicht. Wenigstens konnten uns die Vögel nicht voll kacken. Nach dem Auftritt noch ein paar Worte gewechselt, Myrra musste aber dann bald weiter, hat mir aber noch einen limitierten Kunstdruck vom Motiv ihres aktuellen Albumcovers geschenkt. Ich glaube ihr war das sehr unangenehm, dass das mit der Einladung in ihr Haus nicht so geklappt hat, was ich jetzt gar nicht mehr so tragisch finde, wie damals, als sie es mir schrieb. So kommen wir viel mehr rum und sind nicht nur an ein Ort gebunden. Na sei es drum, wenigstens ein Konzert mit ihr in Island gesehen. 
Danach dann zum letzten Mal heim nach Hafnarfjörður, Sachen packen und langsam Heiðas Bude wieder in den Urzustand bringen. 

Danke für die Aufmerksamkeit, Euer #PWA! (Nach Diktat verreist)

PS: Fotos wie immer später😔





Sonntag, 17. Juli 2016

Fotooooooos!

Sitzen gerade in einem netten Café mit WLAN! Hab die Gunst genutzt & die Fotos in die Posts geladen. 

Viel Spaß & Grüße aus dem Pallett-Café in Hafnarfjörður 😃☕️

Dienstag, 12. Juli 2016

Angekommen in Hafnarfjörður

Na das ging doch ganz gut. War aber trotzdem sehr anstrengend, gerade in Berlin bei 30°C mit #PWA rumzurennen. Das hat ganz schön geschlaucht. Aber bis auf ein paar Kleinigkeiten sind wir sehr gut in Keflavik gelandet. Danke nochmal an Familie Zummel für die Heavy Hospitality 😊 Wir haben uns sehr gut aufgehoben gefühlt!!👪👍🏽👍🏽👍🏽
Am Flughafen hat uns dann gleich ein Mitarbeiter der Autovermietung aufgegagabelt und mit seinem Transporter zu unserem Gefährt bzw. zu seinem Office gefahren. Da wurde uns dann eröffnet, dass wir keine Sandsturm-Versicherung hätten und dass wenn der Black Sand rumfliecht, der Schäden an der Karre von 5000–10000€ anrichten kann, da neben immensen Lackschäden auch die Lichter und sogar Scheiben kaputt gehen könnten. Eine solche Police schließt nur die Allianz ab und kostet so nochmal 15€ am Tag. Die andere Option wäre, wir meiden bestimmte Gebiete, z. B. der Südosten der Insel. Da nun unsere Reisekasse nicht so üppig ist, werden wir wohl auf die Umrundung auf der Ringstraße verzichten, da das genau da durch führt. Neben den zu erwartenden Schäden am Kfz könnte das ja auch evtl. Gefahr für Leib und Leben darstellen. Und da über 1000km Autofahrt auch für #PWA nicht so spannend sind, ist das jetzt auch nicht weiter wild.
Ok, dann bekamen wir nun also unseren feuerroten Mazda und sind bisher damit auch sehr zufrieden. Lässt sich gut fahren, hat USB-Anschluss und das etwas veraltete Navi der Großeltern hat auch noch die wichtigsten Pisten im Speicher. Es wollte uns aber auch schon mehrmals in die definitiv nicht befahrbare Basalt- & Mondlandschaft führen. Da ja aber hier so gut wie 24h die Sonne scheint ist das doch irgendwie vorhersehbar. Bis jetzt …
Ja das ist schon sehr komisch, wenn es mitten in der Nacht wie bei uns aussieht, als ob gleich die Sonne aufgeht. Im Moment ist es gerade 21.35 Uhr und draußen ist es wie nachmittags. Strange, wenn man es nicht kennt …
Das Navi hat uns zumindestens recht problemlos zu unserer Unterkunft geschippert. Kleiner Wermutstropfen war hier, dass die Isländer keine Straßennummern zu Ihren Adressen angeben, obwohl die an den Häusern stehen. Aber Heiða war nach kurzem Anruf & Nachricht sofort da (um 0.40 Uhr Ortszeit!!! aber ist ja noch hell😎) und nahm uns sehr herzlich in Empfang. #PWA war natürlich schon während der Shuttle-Fahrt eingeschlummert, schlief weiter bei der Autovermietung auf der Couch und sorgte dann natürlich bei Heiða für Verzückung. Heiða ist übrigens eine bildhübsche blonde Mittzwanzigerin … für #PWA kein Problem, der wickelt die Damen auch im Schlaf um den Finger. 😉
Auf jeden Fall auch Heavy Hospitality und auch sehr komfortable Wohnung mit großem Kühlschrank, gut ausgerüsteter Küche, WLAN & AppleTV.
Seine Eltern haben dann noch ein paar Wodka-Ginger genascht, um überhaupt irgendwie in den Schlaf zu finden. Ging dann auch ganz gut, die Anreise-Strapazen taten dann ihr Übriges.
Heute war dann erstmal ganz smooth, Duschen, sammeln, ruhig beginnen. Beim Speckwässern hatte ich dann ein herrliches Déjà-vu als ich damals mit Mäsi & Buchta auf Hokkaido im Death Valley war, da hat auch alles intensiv nach Schwefel gerochen. Das ist bei dem Leitungswasser, besonders bei heißem, olfaktorisch hier genau so oder zumindest ähnlich.
Übrigens hatten wir bis auf den Check-in in Tegel keine einzige Kontrolle vom Gepäck, und Pässe wollte überhaupt niemand sehen. Ich hätte mich schon sehr über einen Island-Stempel gefreut, na vielleicht bei der Ausreise. Auf jeden Fall hätten wir wesentlich mehr ähem Getränke einführen können, wenn das hier so teuer sein soll. Na so war’s eben nen Liter Russian Standard Gold und ne Pulle Pfeffi für ein evtl. Gastgeschenk.
Nachdem wir alle munter waren gings dann erstmal in den 700m nah gelegenen Bonus-Supermarkt. Da hatte ich mich schon vorher informiert, dass es da halbwegs bezahlbar ist und es teilweise auch vegane Sachen neben den klassischen Produkten wie Obst & Gemüse geben soll. Ok, es gab Soja-Joghurt (Sojade) und fertigen Hummus. Ein bissel Natur-Tofu hätte ich mir schon gewünscht. Eben ein bissel Gemüse gekauft, werden eben Brotaufstriche selbst gemacht. Heiða hat da so nen Mixer, den sie glaub ich eher für Smoothies nutzt. Ansonsten war der Laden recht ordentlich bestückt und so schlimm teuer, wie befürchtet, war das jetzt auch nicht. Vielleicht noch etwas teurer als Dänemark, aber wenn man sich etwas einschränkt, kommt man sicher um die Runden. Bier war mit 89 Kronen / 65cent (0,5l Büchse Egils Pilsner) eigentlich auch preiswert. Ist zwar jetzt kein Meisterbräu, eiskalt geht’s aber ganz gut rein. Hat aber eben auch nur 2,25‰, weil in Supermärkten nur Leichtbier verkauft wird. 🍺 Mal schauen, wie die Preise in den staatlichen Alkohol-Shops sind. 
Ja nach der Shopping-Tour haben wir uns noch ein bisschen Hafnarfjörður angeschaut und sind dann noch an einen einsamen schwarzen Strand zum relaxen gefahren. Der schwarze Sand macht also nicht nur Autos kaputt, sondern absorbiert auch sehr gut die Sonnenwärme, so dass es sehr angenehm ist da drin zu sitzen und die mit den Händen drin rumzumehren. 
Ja sehr schöne, teils auch sehr bizarre Landschaften, manchmal wie Mond, manchmal wie Irland. Bin gespannt, was da noch so kommt. 
Danke für die Aufmerksamkeit, Euer #PWA! (Nach Diktat verreist)

PS: Bilder kommen später.